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Häufige Fragen

Bei der Diskussion um ein mögliches ECE Center in Singen kommen immer wiederkehrende Fragen auf. Wir haben diese gesammelt und beantwortet.

ECE-Wer ist das?

Die ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG hat ihren Hauptsitz in Hamburg und ist ein deutsches Unternehmen. Dieses entwickelt, vermietet und betreibt gewerbliche Großimmobilien.

Was plant die ECE für Singen?

Der Großinvestor plant ein Einkaufszentrum in Singen am sogenannten. „Holzer-Areal“ mit eine Verkaufsfläche von 16.000 Quadratmetern. Addiert man Mall und Gastronomieflächen, ist von insgesamt ca. 20.000 Quadratmetern auszugehen. Das geplante Center wäre größer als das Lago in Konstanz.

Was ist ein „geschlossenes Einkaufszentrum“?

Ein in sich geschlossenes Center ist so ausgerichtet, dass der Kunde dieses nicht mehr verlassen soll. Der Kunde parkt, kauft und kehrt im Center ein. Der Sortimentsmix ist so komplett, dass es kaum Gründe gibt, das Center zu verlassen. Denn jedes Geld, das außerhalb der Mall ausgegeben wird, bedeutet weniger Geld für die ECE. Einkaufscenter rechnen sich am besten, wenn sie als Mall geplant sind. Offene Flächen nach außen stellen ein hohes wirtschaftliches Risiko für den Entwickler dar. Die Kunden sollen in der Mall bleiben und dort das Geld ausgeben. Sie werden möglichst geschickt im Kreis geführt, damit man wirklich erst wieder das Einkaufserlebnis verlässt, wenn das Geld alle ist!

Wer entscheidet, ob die ECE bauen darf?

Die Stadt Singen ist Eigentümerin des „Zollareals“ zwischen Thurgauer und Alpenstraße. Damit die Pläne der ECE umgesetzt werden können, müsste die Stadt Singen diese Grundstücke an ECE verkaufen. Über den Verkauf entscheidet der Gemeinderat.

Was bringt das für die Stadt?

Diese Frage ist nicht auf die Schnelle zu beantworten. Bisherige Studien weisen für Singen auf eine Vielzahl von Risiken und Nachteilen hin. Sie finden unsere Position, die sich auf diese Studien, Experten und Erfahrungen aus anderen Städten beruft  unter hier.

Warum sind wir gegen die bisherigen Planungen?

Singen braucht für die Zukunft andere Qualitäten: Lebenswerte Innenstadt, Wohnflächen, städtisches Grün, Aufenthaltsqualität, Vielfalt. Dies wird durch ein geschlossenes Center nicht gewährleistet, im Gegenteil!

Singen verfügt bereits jetzt über sehr viel Einzelhandelsfläche pro Einwohner, soviel wie nur wenige Städte in ganz Deutschland. Alle Studien gehen davon aus, dass ein Center sehr viel Umsatz aus dem bestehenden Handel abziehen würde. Folge: Leerstände. Filialisten im Center arbeiten mit geringer Personaldichte. Pers saldo: Arbeitsplatzverluste.

  • Der riesige Baukörper des geplanten Centers passt nicht ins Stadtbild.
  • Im Online-Zeitalter ist ein Wettrüsten von Einkaufsflächen unsinnig.

Singen braucht doch das Geld aus dem Verkauf der Grundstücke für die geplante Umgestaltung des Bahnhofsplatzes?

Nein. Die Planungen existieren auch ohne ECE. Verantwortungsvolle städtische Finanzplanung und Prioritätensetzung sollte die Schwerpunkte städtischer Investitionen richtig setzen.

Wie funktioniert das Geschäftsmodell der ECE?

Die ECE plant, entwickelt und betreibt Einkaufszentren. Oft werden diese nach kurzer Zeit wieder verkauft, zum Beispiel an Immobilienfonds. Die ECE ist dann weiterhin Betreiber / Centermanager, aber nicht mehr Eigentümer. Die ECE ist über Umsatzmiete an den Umsätzen der Mieter beteiligt. Somit besteht wenig Interesse, die Innenstädte an sich zu stärken.

Das Modell bringt sehr hohe Renditen, weil Grundstücke in Randlagen verhältnismäßig günstig erworben werden. Für die Gewerbeflächen im Center werden hohe Mieten verlangt, die – in Relation zum Kaufpreis – eine hohe, meist zweistellige Rendite ermöglichen.

Warum möchte die ECE in Singen ein Center errichten?

Die Großstädte oder größeren Städte in Deutschland sind schon so gut wie alle mit Centern „bestückt“. Da Singen über ein großes Einzugsgebiet verfügt, nahe an der Schweiz liegt und bereits und einen gut entwickelten Einzelhandel hat, hofft man, von diesem „Kuchen“ ein ordentliches Stück abzubekommen.

Gibt es Alternativen zu einem geschlossenen Center?

Natürlich. Alle bisherigen Erfahrungen zeigen, dass offene Center, die in die Stadt integriert sind, positiver zur Stadtentwicklung beitragen können. Ein offenes Center gliedert sich in mehrere Gebäudeteile, nimmt die städtischen Strukturen auf. Öffnet sich zur Fußgängerzone, integriert sich in die Stadt.

Alternativ könnte außerdem eine Wohn oder Misch-Bebauung auf dem Gelände des Zoll-Areals entstehen für attraktives städtisches Wohnen.

Die ECE hat das Eigentum! Was können wir da machen?

Die ECE hat Optionsverträge mit den Eigentümern der Grundstücke / Immobilien des Areals zwischen August-Ruf und Thurgauerstraße. D.h. die die Eigentümer verpflichten sich, an die ECE zu verkaufen, wenn der Bau eines Center genehmigt wird.

Wenn der Gemeinderat „NEIN“ zur jetzigen Planung sagt, bzw. die städtischen Grundstücke nicht an die ECE verkauft, würde ECE sich vermutlich aus dem Projekt zurückziehen. Die Verträge laufen aus. Dann könnte eine neue Planung entstehen.

Welche Geschäfte sind in einem ECE-Center?

Eine Übersicht zu typischen Geschäften eines ECE (am Beispiel Heilbronn) finden Sie hier.

In Konstanz hat das doch auch funktioniert, warum nicht in Singen?

Die Vorzeichen für Konstanz waren andere, als sie es für Singen sind. In Konstanz ergaben die Studien keine relevante Umsatzverschiebung innerhalb des städtischen Handels. Ganz im Gegenteil zu Singen. Hier geht die BBE-Studie von einer Umsatzverschiebungen von bis zu 60% in einzelnen Branchen aus. Konstanz verfügt auch jetzt, mit dem Lago, über weniger Einzelhandelsfläche pro Einwohner, als Singen ohne ein Center. Zusätzlich ist die Handelszentralität in Singen schon jetzt höher als es sie in Konstanz mit dem Lago ist. Die Voraussetzungen sind also völlig andere.